Der kleine Mathias wird in Indien geboren.
Dort heisst er Rajat, oder auch Raj.
Der kleine Rajat lebt sehr behütet, erlebt eine glückliche Kindheit, ist die Freude seiner Eltern. Er hilft ihnen wo er kann. Er glaubt an Gott, und achtet darauf keine kleinen Tiere versehentlich zu töten, weil er denkt, dass er dann einen Teil Gottes tötet.
Natürlich weiss er, dass das Wesen des Tierchens nur den Körper wechseln und immer weiterleben würde, aber er möchte es nicht stören bei seiner Entwicklung, und sich selbst nicht durch böses Karma belasten, weil er sich in die Gesetze Gottes einmischen, und den Willen eines seiner Wesen gewaltsam brechen würde.
Jedenfalls tut Rajat nur Gutes. Er freut sich beständig, versucht in allem nur das Schöne und Gott zu sehen, versucht dem Leiden, das er um sich erkennt, einen Sinn zu geben, es NICHT zu verurteilen, sondern lieber als LEER zu realisieren. Als absolut relativ, daher nicht existent, so wie ein Schatten nur existiert durch ein Licht und eine Form, auf die es fällt.
Rajat sieht für sich die Aufgabe dieses Leiden lindern zu helfen. Leiden zu lindern bereitet ihm echte Freude,
weil er sieht, dass ER die Ursache DAFÜR ist, dass es anderen wieder besser geht, dass andere wieder lächeln können und sie sich ebenfalls freuen....ach.
Rajat hat kein Interesse an weltlichen Freuden und Angelegenheiten. Er will sich NICHT in emotionale Wirrnis und Ablenkung zerstreuen, isst nicht zu viel, schläft nicht zu lang, atmet voll und tief und passt auf, dass seine Gedanken nicht unkontrolliert und verrückt in seinem Kopf herumrennen, so wie bei jedem normalen Menschen, der nicht meditiert.
Rajat hat einen sehr guten Yogalehrer, der ihm vieles beibringt, was eher weltlichen Menschen verschlossen bleibt. Er lehrt ihn Hatha-Yoga, also seinen Körper durch den Geist zu beherrschen, dann Raja-Yoga, um seinen Geist weiter von der Welt zu entleeren, so dass in dieses Vakuum Gott hineinfließen kann.
DA wo ein EGO-Vakuum und LEERE ist, DA fließt Gott hinein.
Das WEISS Rajat, das braucht Rajat nicht zu GLAUBEN.
Denn Rajat lernt weise Dinge durch seinen Guru, der auch SEIN Wesen ist.
Rajat wird älter, wird ein Meister-Yogi, ein Weltbezwinger und Gottfinder. Er wird unfassbar glücklich, so sehr, dass er völlig in Gott aufgeht im NICHT-die-Welt-Sein, durch das Nicht-Festhalten-der-Welt und Gott ist sein einziges Glück.
Rajat wandelt durch die Welt, vollkommen selbstlos, hilft unzähligen Menschen über all die Jahre, lindert und behebt das Leiden vieler Menschen. Rajat sieht Gott in Allem. Es gibt keine Trennung mehr zwischen Gott und Nicht-Gott. Rajat versteht sehr genau, warum dort Leiden ist, wo Nicht-Gott ist. Rajat wird als großer Heiliger verehrt. Rajat aber macht sich nichts daraus, weil Rajat
nicht mehr DA ist !
Nur noch ein Körper, der durch die Welt wandelt und das tut was GERADE im MOMENT notwendig ist, geleitet durch bloße Liebe, Hingabe und Leerheit.
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als Rajat stirbt....tritt er vor Gott...
Gott aber...wird wütend auf ihn...
beugt sich zu ihm hinunter....
und flüstert ihm durch den Heiligen Geist zu,
dass er ihn in die Hölle schicken will...
Rajat hebt den Kopf und fragt, was er getan habe .
Gott spricht: "Du hast ein unheiliges Leben geführt. Nicht gänzlich, aber im entscheidenen Punkt unheilig. Du hast dich nicht an die wichtigsten Gesetze gehalten. An mein Gesetz der Liebe.
Rajat spricht: "Die Liebe allein war mein Gesetz !
Gott: "Aber die Liebe. Rajat, was ist die Liebe, wenn Du nicht Jesus im Herzen hast, tief in Deinem Herzen ? Und was ist die Liebe, mein Rajat, wenn Du nicht an die Vergebung aller Sünden in der Welt durch das Blutopfer meines Sohnes glaubst?"
Rajat: "Aber....Ich kenne Jesus nicht! Gott sagt: Das ist aber schlecht. Rajat: Mein Gott, da wo ich aufwuchs, und zu jener Zeit, in der ich auf der Erde lebte, kannte man keinen Jesus. Es gab nur Brahmanas, und das Vorbild der Befreiung Buddhas.
Gott: "Das ist dann aber sehr schlecht."
Gott: "Du weisst also nicht, dass Jesus mein Sohn zu meiner rechten ist und durch sein blutiges rituelles Opfer die Sünden von den Menschen genommen hat ?"
Rajat: "Nein, davon weiss ich nichts."
Gott: "Schlecht, schlecht!"
Rajat: "Mein Gott, wer ist denn die Mutter deines Sohnes ? Und wie kann dieser Sohn, die Sünden von uns allen nehmen, ohne dass wir uns selbst bemühen ? Hat er das Karma von uns genommen ? Wie sollen wir Jesus kennen, wenn wir zu einer Zeit und an einem Ort geboren sind, wo wir ihn nicht kennen können ??"
Gott: "Tja. Soviele Fragen. Gott wirft seinen juwelenbesetzen Kopf nach rechts und dann nach links und zwinkert. Zu all dem kann ich dir nichts sagen, mein Rajat, denn Du - würdest es nicht begreifen. Du musst nur wissen, dass du meine wichtigsten Gesetze mißachtet und dich sehr schwer versündigt hast. Ich bin ehrlich zu Dir, denn ich bin Gott: Du hast dich SO schwer versündigt, dass ich Dir wohl nicht mehr helfen kann. Ich befürchte, Du kannst nicht mehr Teil meiner Liebe sein.
Aber ich werde Dir meine negative Liebe geben.
Diejenige aus der der Teufel hervorgegangen ist. "
Rajat: "Aber das ist ungerecht."
Gott: "Die Gerechtigkeit bin ich. Du wirst es sehen."
Gott öffnete seine immer größer und dann zu Diamanten werdenden Augen und lächelte sich zu einem gleißend hellen Funkenregen, der vor Rajat in dem unendlich weiten leeren Raum tanzte.
"Du wirst es sehen, Rajat.", summte Gott und seine Worte wurden zu Lichtfäden, die sich zu langen rotglühenden Fäden in der Luft verwirbelten.
Rajat: "Ich habe die Liebe in die Welt getragen, geholfen wo ich konnte, unzähligen Menschen ihr Leid gelindert."
Gott: "Was nützt all das, wenn Du Jesus nicht kennst und ihn nicht in Deinem Herzen trägst."
Rajat: "Aber woher sollte ich ihn kennen, da mir zu keiner Zeit meines Lebens etwas zu Ohren oder vor Augen gekommen ist ?! Und du, mein Gott hast mir auch nichts davon erzählt, während meiner Lebenszeit."
Gott lachte: "Aber das gehört doch zur Prüfung. Die Kenntnis von Jesus muss zuerst von der Welt kommen und muss dann mit aller Kraft geglaubt werden, ohne jeden Zweifel. Nur dann nehme ich den Geprüften an. Jesus ist auch erst durch das Mittel der Welt, den Wesen bekannt und angeboten geworden. Wäre er durch mich allein vom Inneren aller Menschen her, ihnen wesenhaft bekannt geworden, dann wäre das Weltgericht und meine negative Liebe doch sinnlos und es hätte kein Opfer geben können.
Mein Rajat, glaubst Du denn wenigstens an das, was in der Bibel steht ?
Hast du die Bibel gelesen?
Denn wahrlich, die Bibel ist mein wahres Wort."
Rajat: "Nein, aber ich kenne andere Heilige Bücher: die Heiligen Veden, die Upanishads, die Bhagavad Gita, das Srimad Bhagavatam. Diese habe ich intensiv gelesen und studiert und geglaubt. Diese sind auch Dein Wort."
Gott: "Nein, diese nicht. Das hat man euch zwar gesagt, aber das sind alles Fälschungen. Nur die Bibel ist mein Wort."
Rajat: "Woher sollten wir wissen, dass das Fälschungen sind? Und woher sollte ich zu diesem Ort und dieser Zeit, in die mich das Leben zufällig geworfen hatte, eine Bibel kennen ?"
Gott: "Tja, das ist wahrlich ungünstig. Sehr schade um Dich. Wir drehen uns im Kreise. Du hast meine Gesetze mißachtet und leugnest meinen Sohn. Du kannst nicht bei mir sein. Du weisst nicht wie sehr mich das schmerzt, aber meine Gesetze sind so."
Und Rajat - erwacht in der Hölle.
Dort wird er unermeßlich gequält, nur mit sehr kurzen Pausen, so dass sich sein Körper wieder regenerieren kann. Um sofort wieder erneut von Krallen, Feuer, Bissen und negativ heiligen glühenden Lanzen zerrissen zu werden. Der Boden ist mit heißem Blut vollgesogen, dampft dunkelrot in einer gleißenden Hitze, die die wenige Luft stickig wie in einem Backofen sein lässt.
Rajat hat keine Kraft mehr zu schreien !
Er befindet sich in einer Art dissoziativer Trance, vor Schmerz und Schock, dennoch versucht er immer noch vergebens den in einen sensiblen fleischlichen Körper eingesperrten Seelenkörper zu befreien. Die Luft zittert vor Hitze und stinkt dumpf nach Rauch, Schwefel und einer beißenden harzigen Note, etwa wie Benzin oder Terpentin.
So wird Rajat für den Rest der weiteren Ewigkeit geschunden und gefoltert,
als Strafe für sein gottloses Leben,
durch (den alttestamentarischen) Gott....